Zum Jugendparlament nach Malta
“Pacem in Maribus” (Frieden auf See) - unter diesem Motto richtet das International Ocean Institute (IOI) in Malta alljährlich eine Konferenz aus. Sie bietet eine Diskussionsplattform für Belange des Meeres und der Küstenbewohner.
Erstmalig wurde in diesem Jahr flankierend ein Jugendparlament veranstaltet, an dem eine Gruppe von Schülern aus Bremen teilnahm.
Auf einer Konferenz des International Ocean Institute (IOI) in Malta präsentierten Bremer Schüler ihre Sicht zu Problemen des Meeres.
Seit 2002 beherbergt das Bremer Zentrum für Marine Tropenökologie die deutsche Niederlassung des IOI. 1972 wurde das Institut von Elisabeth Mann-Borgese, der jüngsten Tochter von Thomas Mann, ins Leben gerufen. Heute bildet es ein Netzwerk aus 25 Operationszentren mit Hauptsitz in Malta. Das IOI hat wesentlich an der Überarbeitung des internationalen Seerechts mitgewirkt und ist in Ausbildung und Beratung zu Fragen der nachhaltigen Nutzung unserer Meere aktiv.
Die diesjährige Konferenz hatte zum Ziel, jenen Bevölkerungsgruppen eine Stimme zu verleihen, die in vielen Ländern bei Entscheidungen zu Fragen des Küstenmanagements kaum zu Wort kommen: Frauen in Küstenregionen sowie Jugendliche. Es ist jedoch gerade die junge Generation, die am stärksten unter den Fehlern unserer heutigen Klima- und Meerespolitik zu leiden haben wird. Das Jugendparlament sollte jungen Menschen aus aller Welt die Gelegenheit geben, ein Problembewusstsein zu entwickeln und sich zu Themen wie Klimawandel, Meeresverschmutzung und der Übernutzung von Ressourcen zu äußern.
Dass dies in einem internationalen Rahmen stattfand, forderte den jungen Teilnehmern einiges an Mut und Selbstvertrauen ab. Elf Schüler aus der Oberstufe des Ökumenischen und des Kippenberg Gymnasiums nahmen vom 4. bis 8. November an der Konferenz in den historischen Sälen des maltesischen Parlamentsgebäudes in der Hauptstadt Valetta teil. Mit Jugendlichen aus Japan, Australien, Brasilien, Thailand und anderen Ländern diskutierten sie in Workshops und Posterpräsentationen über ausgewählte Themen rund um den Schutz der Ozeane und ihre umsichtige Nutzung. Vorausgegangen war eine intensive Vorbereitung am ZMT in Bremen, wo die Schüler in die Themen eingeführt und bei der Erstellung der Poster betreut worden waren.
“Ich bin nicht nur an “bloßen” Informationen reicher”, meinte Dominik Rudolf vom Ökumenischen Gymnasium nach den Sitzungen, “meine Vorstellung von den Ozeanen und deren Bedeutung hat sich geändert”. Am letzten Tag dann erfolgte der Höhepunkt für die Schüler. Im Plenum der Kongressteilnehmer verlasen sie eine Deklaration, die ihre Forderungen an eine nachhaltige Meerespolitik zusammenfasste. Sie wird dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zusammen mit der Schlussdeklaration der Konferenz vorgelegt werden. Aufgrund des Erfolgs wird das Jugendparlament im nächsten Jahr wieder tagen, über ein Internetforum wollen die jungen Teilnehmer auch in Zukunft Kontakt zueinander halten.
Quelle: idw/zmt
Weitere Informationen:
=> http://www.capemalta.net/pim2007/
=> http://ioi.zmt-bremen.de
Veröffentlicht: 27. November 2007 | Kategorie: Aktuelles
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